Wetzel qualifiziert sich für Hawaii

Nur einen Tag nachdem Patrick Lange den legendären IRONMAN auf Hawaii gewonnen hatte, stand Michael Wetzel von den Triathleten der Radabteilung des TSV Dettingen am Start des IRONMAN Louisville (Kentucky/USA). Sein Ziel hatte er bereits im Frühjahr klar definiert: die Qualifikation für den IRONMAN Hawaii 2018. Klar war auch, dass dafür ein Podestplatz in seiner Altersklasse (30-34) und vermutlich eine Zeit von unter 9 Stunden notwendig sein würde.

Die Vorbereitung war alles andere als optimal. Das erste Trainingslager musste er aus beruflichen Gründen streichen, die weiteren geplanten Trainingsschwerpunkte fielen teilweise buchstäblich ins Wasser. Trotzdem ließ der TSV-Athlet zu keinem Zeitpunkt den Kopf hängen und die letzten Wettkampfergebnisse ließen vorsichtige Hoffnung aufkommen.

Am Sonntag Morgen war es dann soweit. Um 7.30 Ortszeit, mit dem ersten Tageslicht , stürzten sich 2400 Athleten in die ca 18 Grad warmen Fluten des Ohio. Offensichtlich haben die letzten harten Trainingseinheiten im Dettinger Hallenbad ihre Wirkung nicht verfehlt, denn Michael Wetzel stieg auf einem für ihn eher ungewöhnlichen 90. Gesamtplatz aus dem Wasser. 54.43min für die 3,8 km lange Schwimmstrecke waren ein phänomenaler Auftakt für den Neuhäuser. Mit einem schnellen Wechsel ging es auf die 180km lange Radstrecke. Charakteristisch für die Gegend sind sogenannte „Rolling hills“, d.h. viele kleine Anstiege, die in der Summe 1700 Höhenmeter ausmachten. Bei ordentlichem Wind mit Böen bis 60km/h kann eine solche Strecke mental sehr zermürbend sein. Doch Michael Wetzel hatte sein Ziel fest im Blick. Zusätzlich motivierte es natürlich, dass er sich trotz seiner guten Schwimmplatzierung immer weiter nach vorne arbeiteten konnte.

Nach 4.28h auf dem Rad erreichte er die zweite Wechselzone. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 37 km/h erzielte er in der Disziplin, hinter der für ihn die meisten Fragezeichen standen, eine der schnellsten Radzeiten des gesamten Teilnehmerfeldes und hatte sich bis auf Rang 30 vorgearbeitet (Platz 2 AK 30)!

Der flache Marathon führte an vielen Sehenswürdigkeiten von Louisville vorbei. Obwohl das Laufen die stärkste Disziplin von Michael Wetzel ist, läuft sich so ein Marathon nach fünfeinhalb Stunden Höchstleistung nicht von alleine. Hier ist mentale Stärke geforfert und die hat er in seinen Jahren als Triathlonprofi häufig unter Beweis gestellt. Als er nach und nach einige der vor ihm gestarteten Profis einsammeln konnte, war klar, dass das ein Riesenergebnis werden würde. Nach 8:54:32h hatte er es geschafft. Mit der neuntschnellsten Marathonzeit von 3:04:25h erreichte er das Ziel auf einem unglaublichen 15. Gesamtplatz. Damit war er schnellster Amateur und konnte über 25 Profitriathleten hinter sich lassen! Die Hawaii-Qualifikation für 2018 hat er damit sicher in der Tasche. Die Triathleten der Radabteilung des TSV Dettingen haben nun mit Holger Therre und Michael Wetzel gleich 2 Athleten, die im nächsten Jahr am Start bei der IRONMAN-Weltmeisterschaft auf Hawaii sein werden.

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Mountainbike-Bundesliga in Freudenstadt

Am vergangenen Wochenende fand die Internationale Mountainbike-Bundesliga ihren Abschluss in Freudenstadt. Zahlreiche Dettinger Biker waren am Start, um nochmals die Kräfte zu messen. In den Schüler- und Jugendklassen wurden die Starter mit sehr guten Ergebnissen belohnt. Jakob Stanger gelang ein Doppelsieg.

Am Samstag wurde bei besten Wetterbedingungen der 5. Lauf zum Alb-Gold Juniors Cup ausgetragen. Neu war die Durchführung eines „Open-Trail“-Rennens, bei dem ein Kurs mit natürlichen Hindernissen im Sprint durchfahren werden musste. Gewertet wurde nach Schwierigkeitsgrad der bewältigten Hindernisse und nach Zeit. Jakob Stanger kam mit der Strecke am besten zurecht, blieb fehlerfrei und konnte in 47,6 Sekunden die schnellste Zeit des Tages erreichen. Marvin Sonntag konnte den Parcours ebenfalls ohne Fehler bewältigen und erreichte nur fünf Sekunden dahinter einen sehr guten siebten Rang. Nachmittags wurde auf der sehr kurzen Rennstrecke das Cross-Country-Rennen ausgetragen. Stanger und Sonntag konnten aufgrund ihrer Platzierung in der Gesamtwertung aus der ersten Startreihe starten. Jakob Stanger setzte sich gleich am Start mit einem weiteren Fahrer ab. Im Laufe des Rennens konnte ein dritter Fahrer aufschließen, sodass sie eine Dreiergruppe bilden konnten. Die Schlussrunde war geprägt von Angriffen und Kontern, und es blieb spannend bis zum Schluss. Im letzten Anstieg setzte Stephan Mayer vom SC Hausach zum Sprint an. Jakob Stanger konterte und konnte sich die Spitze erkämpfen. Am Ende sicherte sich Stanger den Sieg vor dem Schwarzwälder. Auch Marvin Sonntag hatte einen sehr guten Start und lag von Anfang an auf Platz vier, dicht gefolgt von Marvin Mattes (SC Hausach). In der letzten Runde hatte Sonntag die besseren Beine, konnte sich nochmals steigern und am Ende mit vier Sekunden Vorsprung über die Ziellinie fahren.

Die Jungendfahrer U17 fuhren eine verlängerte Rennstrecke, die auch Teile der technisch sehr schwierigen Bundesligastrecke beinhalteten. Simone Roßberg (BIKE Junior Team powered by BULLS) kam am Start gut weg und wurde nach der ersten Rennrunde auf Rang drei gewertet. Diesen Platz konnte sie halten, bis sie in der vierten Runde in der steilen und rutschigen Abfahrt stürzte und sich am Oberschenkel verletzte. Roßberg biss die Zähne zusammen setzte sich wieder auf’s Rad und konnte das Rennen dennoch auf dem vierten Platz beenden.

Im Rennen der U17 männlich belegte Lukas Zahner den 15. Platz, Tristan David erreichte Rang 18.

Der Sonntag verlief weniger erfolgreich. Luca Girke (Freiburger Pilsner Merida Team), der noch am Wochenende zuvor in Titisee-Neustadt mit Rang 4 geglänzt hatte, musste krankheitsbedingt absagen. Katleen Bock (German Technology Racing) war zwar angetreten, aber auch sie musste aufgrund einer Erkrankung das Rennen in der ersten Runde beenden.

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Dettinger Erfolge beim Neckar Cup

Am vergangenen Sonntag wurde in Neckartenzlingen der 5. XC Neckar-Cup ausgetragen. Vier Dettinger Biker standen am Start und wurden allesamt mit sehr guten Ergebnissen belohnt.

Die Neckartenzlinger „Young Neckar Biker“ hatten rund um das Sportgelände „Heiligenbronn“ eine technisch anspruchsvolle und abwechslungsreiche Rennstrecke vorbereitet, die den jungen Mountainbikern aus der Region nicht nur sportliche Wettkämpfe, sondern auch jede Menge Spaß brachte.

Jüngster Dettinger Starter war Jakob Schill (U11). Jakob musste von Startplatz 20 aus der fünften Startreihe ins Rennen gehen. Bei einer Renndauer von knapp zehn Minuten hieß es ab dem Startpfiff, Vollgas zu geben. Schill tat genau das und konnte bereits in der ersten Runde 10 Fahrer überholen. Im Laufe des Renens konnte er weitere Plätze gutmachen und überquerte die Ziellinie auf dem sehr guten 8. Rang.

Obwohl für den Nachmittag wechselhaftes Wetter vorhergesagt war, kam pünktlich zum Start des Rennes die Sonne zwischen den Wolken durch und sorgte für hervorragende Rennbedingungen. Bei den Jungs U15 starteten Jakob Stanger und Marvin Sonntag aus der ersten Startreihe. Beide kamen am Start sehr gut weg und konnten ihre vorderen Plätze halten. Marvin Sonntag, der über den Sommer 4 lange Wochen nicht trainieren konnte, konnte bis zur dritten Rennrunde mit der zweiten Gruppe mithalten. Dann spürte er, dass die Trainingskilometer fehlten, und er musste abreißen lassen. Am Ende belegte er Rang 9 in einem stark besetzten Fahrerfeld. Jakob Stanger fuhr in einer Dreiergruppe, die sich bereits in der ersten Runde deutlich vom Rest des Feldes distanzieren konnte. Zu Beginn der zweiten Runde konnte Stanger sich von dieser Gruppe absetzen und bis zur vorletzten Runde einen komfortablen Vorsprung herausfahren, bis er in einer Bergabpassage mit zu viel Geschwindigkeit in die Streckenabsperrung raste und sich mitsamt dem Fahrrad im Absperrband verhedderte. Er konnte sich aus dieser misslichen Lage wieder befreien. Dies bot jedoch dem Zweitplatzierten die Gelegenheit, die Lücke zu schließen und zu überholen. Stanger nahm die Verfolgung auf und konnte in der Schlussrunde nicht nur überholen, sondern auch einen kleinen Vorsprung herausfahren und das Rennen gewinnen.

Bei den Schülerinnen U15 stand Paulina Spindler in einem kleinen aber feinen Feld am Start. Bereits zu Beginn des Rennens konnte sich die Deutsche Vizemeisterin Ellen Sansonnens aus Warmbronn absetzen und an der Spitze einen unangefochtenen Start-Ziel-Sieg erreichen. Paulina Spindler, die erst wieder im Sommer in das Renngeschehen eingegriffen hat, konnte sich jedoch frühzeitig von Hannah Raudzis aus Neuffen absetzen und den zweiten Platz souverän ins Ziel bringen. Damit war auch die Revanche für die knappe Niederlage bei den Bezirksmeisterschaften vor zwei Jahren auf derselben Rennstrecke geglückt.

Pünktlich zur Siegerehrung öffnete der Himmel dann doch noch seine Schleusen, und es regnete in Strömen. Aber passend zur perfekten Rennorganisation war alles schnell ins Zelt verlegt, und die Pokale konnten im Trockenen überreicht werden.

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Dettinger Triathleten beim Ironman in Pula erfolgreich

Barbara und Frank Alber starteten beim Ironman 70.3 im kroatischen Pula, an der südlichen Spitze Istriens. Trotz widrigen Wetterbedingungen konnten sie hervorragende Ergebnisse erzielen.

Das Einchecken der Räder am Samstag musste wegen Sturmwarnung auf Sonntagmorgen verschoben werden. Eine Stunde vor dem Start kam die Nachricht, dass das Schwimmen (1900m) wegen hoher Wellen und ablandiger Strömungen gestrichen werden musste. Die Enttäuschung war natürlich erst einmal groß. Wenn man dann aber die Wellen sah, war klar, dass die Entscheidung richtig war.

Gestartet wurde deshalb vom Strand im Abstand von 5 Sekunden mit einem kurzen Lauf zur Wechselzone und zum Rad. Die Radstrecke führte über 90 wellige Kilometer und 700 Höhenmeter durch das Hinterland von Pula. Barbara zeigte auf dem Rad von Anfang an ihre Stärke und fuhr bereits nach 2:47 Stunden in die Wechselzone zum Laufen ein. Der folgende Halbmarathon führte bei jetzt herrlichem Sonnenschein der Küste entlang nach Pula, wo noch 2 Runden gelaufen werden mussten, ehe die Athleten der unvergessliche Zieleinlauf in der antiken Arena erwartete. Barbara zeigte sich von 3 harten Stunden auf dem Rad unbeeindruckt und lief den Halbmarathon mit vielen kleinen Steigungen und fast 200 Höhenmetern noch in 1:47 Stunden. Ihre AK 50 gewann sie damit souverän (4:38 Stunden) und belegte unter über 150 Triathletinnen den 8. Gesamtplatz.

Frank Alber belegte nach 5:02 Stunden Platz 36 in der AK 50 und Platz 472 unter 1200 Teilnehmern aus 52 Nationen.

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