Biker aus Dettingen in Albstadt

Am Wochenende fanden im Rahmen des einzigen Weltcup Rennens auf deutschem Boden auch die Wettbewerbe zum ersten Lauf des Alb-Gold Juniors-Cup statt. Mit dabei auch Biker des TSV Dettingen.

Es war ein spannendes Wochenende für die Dettinger Nachwuchssportler, galt es doch, nicht nur beim Rennen möglichst weit nach vorne zu fahren, sondern es gab auch die Chance, die Vorbilder und Idole aus nächster Nähe zu sehen und zu erleben.

Bereits am Freitag fanden die Rennen für die jüngeren Sportler im Rahmen des Alb- Gold Juniors-Cup statt. Auf verkürzten Strecken der Weltcupstrecke kämpfte Simone Roßberg (Bike Juniors Team powered by Bulls) in der Klasse U17.       Schon kurz nach dem Start konnte sich Roßberg auf Platz zwei festsetzen, hinter der amtierenden Europameisterin. Diesen Platz verteidigte sie über drei Runden bis ins Ziel. „Der Europameisterin konnte ich nicht folgen, die ging ab wie eine Rakete, aber es hat sehr viel Spaß gemacht, auf dieser Strecke zu fahren“ meinte sie nach dem Rennen.
Jakob Stanger und Tom Eberle waren in der Altersklasse U15 am Start. In der ersten von fünf Rennrunden bildeten sie ein Zweierteam um Platz 13 und 14, das nahezu das gesamte Rennen über bestehen bleiben sollte. Die Jungs wechselten sich in der Führungsarbeit ab und konnten sich so ihre Kräfte über das sehr anstrengende Rennen einteilen. In der letzten Runde hatte Eberle die besseren Beine und konnte sich den 12. Platz sichern. Stanger fuhr nach über 39 Minuten auf Platz 13 als drittbester des jüngeren Jahrgangs über die Ziellinie. Finn Geiger, Jakob Kuder und Luca Ziegler folgten auf den Rängen 20, 27 und 30. Marvin Sonntag belegte im Rennen der U13 den 12. Platz.

Anna-Lena Nicolai (U19, MHW Cube Racing Team) startete am Samstag beim Kurzmarathon, der gleichzeitig auch als erster Lauf des Albgold Juniors- Cup gewertet wurde, ohne ernsthafte Konkurrenz. So finishte sie als erste ihrer Altersklasse und insgesamt fünfte weibliche Starterin nach 1:00:46 Stunden mit über 20 Minuten Vorsprung auf Platz zwei.

Einige Dettinger Sportler werden in einer Woche schon wieder in Schopp (Rheinland-Pfalz) am Start des Deutschlandscup stehen, das nächste Rennen des Alb- Gold Juniors- Cup findet dann am 5. Juni in Dettingen auf der Rennwiese oberhalb des Schützenhauses in der Buchhalde statt. (cola)

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Vorbereitungen zum Rennen laufen auf Hochtouren

Am Sonntag, 05. Juni veranstaltet der TSV Dettingen den 2. Lauf zum diesjährigen Alb-Gold Juniors Cup. Seit Wochen ist die Abteilung Radsport mit den Vorbereitungen beschäftigt.

Es wird diskutiert auf der Rennwiese. Ausnahmsweise geht es aber nicht um Ausdauer  und die richtige Technik beim Überqueren von Hindernissen, sondern um das Aufbauen der Hindernisse für das diesjährige Mountainbikerennen in der Dettinger Buchhalde. Streckenchef Sven Geiger und Trainer Ralf Kleih überlegen, wie die Strecke am Besten in den Hang und den Wald oberhalb vom Schützenhaus gelegt werden kann. „Wir wollen eine für die Zuschauer und auch für die Sportler attraktive Strecke, die aber auch anstrengend sein darf“ formulieren sie ihr Ziel. „Vielleicht können wir hier noch einen kleinen Drop einbauen“ sehen sie den Untergrund mit ganz anderen Augen als der Spaziergänger, der zur gleichen Zeit auf dem Waldweg vorbei geht. Unterstützt werden die Beiden von zahlreichen Helfern, die mit Rechen bewaffnet die Tags zuvor gemähte Strecke frei machen. Dankenswerter Weise stellte die Dettinger Firma Landmaschinen Dirr Rasenmäher und Freischneider zur Verfügung, so dass  der Arbeitseinsatz überhaupt erst möglich wurde.

Der Renntag beginnt  bereits um 8.30 Uhr mit dem Rennen der Klasse U17, ab 9.00 Uhr starten die Technikwettbewerbe für die Klasse U9, gefolgt von der Klasse U11. Im weiteren Verlauf des Vormittags starten die Klassen U15, anschließend wird noch die Klasse U9 auf die Strecke geschickt, bevor mit den Powerflitzern um 12.45 Uhr ein erster Höhepunkt des Tages  stattfindet. Bei den jüngsten Startern, soll nicht die Platzierung im Vordergrund stehen, sondern der Spaß an der Bewegung. Daher erhalten auch alle Powerflitzer eine Siegermedaille. Nachmittags finden dann die Rennen der U11, U13 und U19 bis Elite statt, bevor kurz nach 17.00 Uhr ein hoffentlich unfallfreier Renntag zu Ende geht.

Arbeitsgeräte von Landmaschinen Dirr unterstützen bei den Arbeiten

Arbeitsgeräte von Landmaschinen Dirr unterstützen bei den Arbeiten

Teilnehmer können sich im Internet auf der Seite „www.alb-gold.de/sport/alb-gold-juniors-cup“ zum Rennen anmelden oder bis spätestens eine Stunde vor dem jeweiligen Start noch direkt vor Ort nachmelden. Benötigt werden dazu außer einem Fahrrad nur noch ein Helm und die Freude am Biken. Bis einschließlich Jahrgang 2010 starten die Kinder bei den Powerflitzern, die Klasse U9 besteht aus den Jahrgängen 2009/08, und die Jahrgänge 2007/06 starten in der Klasse U11. Bis zur Klasse U15 (bis Jahrgang 2002) dürfen alle Sportler starten, ab dem Jahrgang 2001 (Klasse U17 und älter) ist eine Teilnahme nur mit einer gültigen Lizenz möglich.

Im Zelt an der Rennwiese werden den ganzen Tag über Kaffee und Kuchen und Nudeln , Rote Wurst und Steak vom Grill angeboten. Die Sportler freuen sich über viele Zuschauer an der Strecke, dazu ist die ganze Bevölkerung herzlich eingeladen.

Hegau-Bike-Marathon mit Dettinger Beteiligung

Beim 14. Rothaus Hegau-Bike-Marathon in Singen am Hohentwiel testete Europas Marathon-Elite die WM Strecke des kommenden Jahres. Mit dabei vom TSV Dettingen waren Gabi Stanger und Anja Köhnlein-Spindler.

Beim einzigen Marathon- Rennen des UCI (internationaler Radsport Verband) auf deutschem Boden in Singen nutzen Gabi Stanger (Team Centurion Vaude) und Anja Köhnlein-Spindler (Bernds Radsportecke) die Chance zu einem Vergleich mit Europas Spitze. Auf einer konditionell anspruchsvollen und sehr schnellen Strecke mit wenig technischen Herausforderungen startete Stanger auf der offiziellen UCI Strecke der Damen über 79 km. Schon am ersten Anstieg formierte sich eine 13köpfige Spitzengruppe, der Stanger nicht folgen wollte.

Gabi Stanger (Foto: Sportograf)

„Ich hoffte, dass einige aus dieser Gruppe abfallen und ich mit diesen eine gut funktionierende Verfolgergruppe bilden kann“ schilderte sie ihren Beweggründe. Dieser Plan ging nicht auf, die Spitzengruppe blieb zusammen und die Verfolgergruppe um Stanger harmonierte nicht gut, so dass Stanger viel Tempoarbeit leisten musste, den Abstand zur Spitzengruppe von ungefähr einer Minute aber nicht verringern konnte. Zu Beginn der zweiten Runde war sie noch eine Zeit lang mit einer Fahrerin aus Estland unterwegs, die aber zurück fiel, und so musste Stanger die zweite Runde komplett alleine fahren. Erst kurz vor dem Ziel konnte sie noch eine Fahrerin aus der Schweiz überholen. Mit über 21 Minuten Rückstand auf die Siegerin Sally Bigham überquerte sie nach 3:25:12 Stunden nicht ganz zufrieden auf Platz 13 als sechstbeste deutsche Starterin die Ziellinie. „Schade, dass die eigentlich gute Form nicht zu mehr gereicht hat“.

Köhnlein-Spindler stand mit 350 weiteren Startern und Starterinnen vor dem Rathaus in Singen an der Startlinie zur Mitteldistanz über 49 km.

Anja Köhnlein-Spindler

Bis vier Kilometer vor Schluss kämpfte sie zusammen mit Veronika Weiß an der Spitze und die beiden Fahrerinnen hatten einen soliden Vorsprung herausgearbeitet. Am Berg und in der Ebene war Köhnlein-Spindler etwas stärker, dafür hatte Weiß Vorteile in den Abfahrten. In einer der letzten Abfahrten schob sich ein Fahrer zwischen die beiden Konkurrentinnen und Köhnlein-Spindler verlor den Anschluss. An einer schlecht markierten Abzweigung kurz vor dem Ziel verfuhr sie sich, und bis sie den Fehler bemerkte und umkehrte, wurde sie von einer weiteren Konkurrentin überholt. Mit nur etwas mehr als 90 Sekunden Rückstand auf Weiß und nur zwölf Sekunden hinter der Zweitplatzierten sicherte sich Köhnlein-Spindler den dritten Rang aller weiblichen Starter und mit fast drei Minuten Vorsprung den Sieg in ihrer Altersklasse Master 2. Trotz des Missgeschicks kurz vor dem Ziel war sie zufrieden mit ihrem Ergebnis, zeigte es doch, dass sie in einer sehr guten Verfassung ist und gut unterwegs war. (cola)