Deutsche Meisterschaft Straße in Nidda

Am Wochenende fand die Deutsche Meisterschaft der Nachwuchs-Rennradfahrer statt. Mit dabei vom TSV Dettingen Simone Roßberg und Anna-Lena Nicolai.

Im hessischen Nidda im Wetteraukreis, ungefähr 50 Kilometer nördlich von Frankfurt trafen sich die Nachwuchssportler aus ganz Deutschland, um die Deutschen Meister der Rennradfahrer zu küren. Simone Roßberg (U17) stand mit 45 weiteren Fahrerinnen am Start über drei Runden mit jeweils 23 Kilometern. Die ersten Kilometer waren neutralisiert, das Führungsfahrzeug durfte nicht überholt werden, doch schon am ersten Berg zerriss das Feld. Eine Fünfergruppe führte, dahinter das Hauptfeld mit Roßberg.  In der letzten Runde wurde am Berg hart gekämpft, doch gelang es keiner Fahrerin, sich vom Hauptfeld abzusetzen. Im Zielsprint merkte Roßberg, dass sie sonst mit dem Mountainbike unterwegs ist: „Durch ein paar taktische Fehler war ich im Feld eingekesselt und bin nicht mehr vorgekommen. So konnte ich am Ende nicht mehr um Platz sechs mitsprinten“. Nach einer Rennzeit von 1:57 Stunden wurde sie im Hauptfeld mit nur 2:07 Minuten Rückstand als 22. gewertet. „Etwas schade, dass ich nicht vorne mitsprinten konnte. Aber ich bin trotzdem zufrieden. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich habe mal wieder einiges gelernt“ meinte sie nach dem Rennen.

In der Klasse U19 stand Anna-Lena Nicolai am Start des Rennens über vier Runden. Auf der welligen Runde kämpften die Radlerinnen immer wieder auch mit dem Wind, konnten aber auch die Strecke bei Sonne genießen. Nach dem neutralisierten Start ging es gleich richtig zur Sache, die jungen Damen zogen das Tempo an. In der zweiten Runde wurde wieder zu Beginn des Berges das Tempo angezogen, und Nicolai fiel mit fünf weiteren Fahrerinnen aus dem Hauptfeld. Diese Gruppe arbeitete aber gut zusammen, mit belgischen Kreiseln versuchten sie, den Abstand nach vorne klein zu halten. „Es war so hart, aber es war ein gutes Training und es hat Spaß gemacht und ich bin um eine neue Erfahrung reicher“ kommentierte sie im Ziel. Mit 17:30 Minuten Rückstand auf die neue Deutsche Meisterin Christa Riffel (RSV Oberhausen, Baden) beendete sie nach 2:56 Stunden und 91 Kilometern das Rennen auf Platz 24.

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Doppelter Sieg für Dettingen

Ein erfolgreicher Renntag für die Dettinger Bikerinnen endete bei Sonnenschein in Böhringen beim dritten Lauf zum Alb-Gold Juniors-Cup. Anna-Lena Nicolai und Simone Roßberg schafften den Sprung ganz nach oben.

Lukas Zahner bei der Getränkezunahme

Lukas Zahner bei der Getränkezunahme

Das Böhringer Rennteam um Andreas Planitschka hatte am Samstag alle Hände voll zu tun und ganze Arbeit geleistet. Unzählige Fuhren mit Hackschnitzel und Kies sicherten beim 15. Race Meeting trotz zwischenzeitlichem Regen eine zwar anstrengende und kräftezehrende, aber gut befahrbare Strecke während des ganzen Renntags. Einzig durch die in den Schuhsohlen haftenden Kieselsteine gab es bei einigen Fahrern Probleme, wenn nach den Schiebepassagen die Schuhe keinen Halt mehr in den Klickpedalen fanden. Am frühen Sonntagmorgen fanden die Technikwettbewerbe der Klassen U9 bis U15 statt. Das Ergebnis des Technikwettbewerbs ergab für die Klassen U9 und U11 die Startaufstellung im Jagdstart, wobei ein schlechteres Ergebnis eine Wartezeit beim Start bedeutete. Die jüngsten Biker demonstrierten ihr Können bei Slalom und Wippe im Umfeld des Albstadions. Bei den Klassen U13 und U15 wurde der Renntag als Kombinationswettkampf durchgeführt. Dabei fließt das Ergebnis der Technik wie auch das Rennergebnis je zur Hälfte in die Tageswertung ein. Auf die älteren Sportler wartete ein anspruchsvoller Parcours in der BMX-Strecke, der von den Sportlern absolute Kontrolle über ihr Fahrrad erforderte.

Anna-Lena Nicolai

Ab der Klasse U17 wurde für die Sportler nur ein Cross-Country Rennen durchgeführt. Den Auftakt machte dabei ein kleines Starterfeld aus den Klassen U19 und Elite, die alle zusammen auf die Strecke geschickt wurden. Anna-Lena Nicolai (U19) war einzige Starterin ihrer Klasse, damit war ihr der Tagessieg nach einer Renndauer von etwas mehr als eine Stunde sicher.

Immerhin 20 männliche Starter und vier weibliche Starterinnen traten zum Lauf der Klasse U17 gegeneinander an. Im Rennen der Klasse U11 sicherte sich  Lilli Fromm den achten Platz, nachdem sie vom 14. Startplatz in Rennen starten musste.

Marvin Sonntag auf Rang 2 liegend

Beim Sieg von Tim Weckerle aus Reudern in der Klasse U13 wurde Marvin Sonntag sehr guter Fünfter. Nach einem neunten Platz in der Technik drehte er beim Rennen richtig auf und überquerte als Zweiter die Ziellinie. Joris Hölger erzielte den 32. Platz.

Jakob Stanger am Brunoxsprung

Als letztes Rennen des Tages startete die männliche Klasse U15. Jakob Stanger war in derTechnikwertung gut unterwegs, ein Fehler an einem Hindernis kostete ihn wertvolle Punkte und er wurde Neunter. Beim Rennen kam er nach einem holprigen Start immer besser ins Rennen, bevor er auch Opfer der Kieselsteine wurde. Nach der Schiebepassage kam er nicht mehr ins Klickpedal, dadurch stürzte er und verlor einige Plätze. Er kämpfte sich aber wieder zurück, und auf der Zielgeraden gelang ihm noch ein Sprinterfolg beim Kampf um Platz neun. Damit sicherte er sich den achten Platz in der Tageswertung. Bei Tom Eberle lief es nicht richtig rund, er erreichte den 24. Platz, Jakob Kuder aus Dettingen erreichte in der Tageswertung den 30. Platz.

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Stanger schnell im Schwarzwald

Regen, Regen und nochmals Regen! Auch rund um den Black Forest Ultra Bike Marathon stand das Schmuddelwetter des Frühsommers 2016 ganz oben auf der Gesprächsthemenliste. Sorgten die wochenlangen Niederschläge doch bereits im Vorfeld für ganz spezielle Voraussetzungen – ausgerechnet zur volljährigen Geburtstagparty des größten Mountainbike- Rennens in Mitteleuropa. Mittendrin auch Gabi Stanger (Team Centurion Vaude) vom TSV Dettingen.

Schon sehr früh verhinderten die Wassermassen von oben also eine weitere neue Rekordteilnahme. Das nötige „Kilometerfressen“ fiel für viele Grobstollenfans einfach buchstäblich ins Wasser. Darunter litt vor allem der ULTRA mit seinen 117 Kilometern und 3.150 Höhenmetern. Nur 765 (von 889 gemeldeten) Biker trauten sich die härteste der insgesamt fünf Strecken überhaupt zu. „So viele Umbuchungen auf eine kürzere Distanz hatten wir noch nie“, berichtete OK-Büroleiterin Carmen Iber.

Gabi Stanger (Quelle: Sportograf)

Gabi Stanger (Quelle: Sportograf)

Und so wusste Erhard Eckmann schon vor dem Renntag, was dieses Mal auf die 4.840 angemeldeten Sportler zukommen wird. Der OK-Chef: „Weil es so weich ist, wird es hart werden!“ Das galt 2016 also ganz besonders. Denn neben dem aufgeweichten und nassen Geläuf auf den Strecken wartete schließlich das altbekannte und berüchtigten Motto auf die Teilnehmer: „Keine Gnade für die Wade!“

„Im Vorfeld hatte ich überlegt, diesmal für die Ultradistanz zu melden, aber da war ja noch eine Rechnung über die „Power Track“ Strecke (89km/2300hm) vom letzten Jahr offen, bei dem ich im Zielsprint unglücklich verloren hatte“ schilderte Stanger ihre Gedanken vor dem Start.  Prompt stand mit Miriam Chelius auch die letztjährige Siegerin wieder am Start neben Stanger. Gleich zu Beginn des Rennens konnten sie sich gemeinsam absetzen. „Bereits an den ersten Anstiegen merkte ich, dass die Form gut war und so konnte ich mich auf die schwierigen Bedingungen bei den Abfahrten konzentrieren: aufgeweichter Boden und kaum Sicht erforderten stets vollste Aufmerksamkeit!“

Nach ca. 25 Kilometer konnte sich Stanger dann in einer schmierigen Abfahrt von der Konkurrentin absetzen und im darauffolgenden Anstieg den Vorsprung minimal ausbauen, der aber bis zur Hälfte der Renndistanz fast  unverändert blieb. Erst nach weiteren 25 Kilometern gelang es Stanger, kontinuierlich die Distanz zur Zweitplatzierten zu vergrößern und konnte in Kirchzarten mit mehr als fünf Minuten Vorsprung – und viel Schwarzwälder Schlamm garniert – als Siegerin den Zielstrich überfahren. In der Gesamtwertung aller knapp 350 Finisher belegte sie damit den 16. Platz. Erfreulich auch, dass Anja Köhnlein-Spindler als Gesamtfünfte und Dritte ihrer Altersklasse erfolgreich unterwegs war.

Ergebnisse:

1. Gabi  Stanger, TSV Dettingen (Team Centurion Vaude)  3:55.56 Stunden; 2. Miriam Chelius, Heltersberg (Hepco Becker Factory Team) 4:01.13; 3. Anita Bucher, CH-Kerns (Giant Obwalden) 4:18.41; 4. Gabriela Merian , CH-Zürich 4:32.12; 5. Anja Köhnlein-Spindler, TSV Dettingen (bike-projekt.com) 4:35.12

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Roßberg knapp an Podest vorbei

Nur ganz knapp verpasste Simone Roßberg vom TSV Dettingen das Podest bei der Nachwuchssichtung der Mountainbiker. Lediglich fünfzehn Sekunden fehlten nach 50 Minuten Renndauer zum dritten Rang.

In St. Ingbert in der Nähe von Saarbrücken fand das dritte Rennwochenende zur Nachwuchssichtung, der wichtigsten Rennserie für junge Mountainbiker in Deutschland, statt. Samstags fand ein Eliminator- Sprint statt. Dabei gilt es, sich zunächst einzeln für die Endläufe zu qualifizieren, in denen dann von vier Startern die beiden Schnellsten eine Runde weiter kommen. Der Sprint wird sowohl für die Gesamtwertung der Nachwuchssichtung als separates Ergebnis gewertet als auch für die Startaufstellung am folgenden Rennen genutzt. Simone Roßberg (Bike Junior Team powered by Bulls) startete in der Klasse U17. Der Qualifikationslauf verlief schon nicht optimal, und im ersten Heat, wie die 4er- Rennen genannt werden, war dann schon Endstation für Roßberg. Damit belegte sie den elften Platz. Tim Hufnagel (U17, Bike Junior Team powered by Bulls) erreichte von 60 Startern einen starken 18. Platz im Quali- Lauf und schaffte damit locker den Sprung in die Heats der schnellsten 32 Starter. Im ersten Heat schied er dann jedoch aus, so dass für ihn letztendlich der 29. Platz zu Buche stand.  Jakob Stanger (U15) erreichte unter 50 Startern den 45. Platz.

Sonntags fanden die Cross-Country Rennen auf einem anstrengenden Kurs mit vielen kurzen, knackigen Anstiegen statt, der durch den Regen noch schwieriger und matschiger wurde. Simone Roßberg lag nach dem Startloop auf Rang zwei, nahm dann aber etwas Tempo heraus und verlor so zwei Plätze. „Ich bin sehr zufrieden mit diesem Ergebnis und freue mich auf die Deutsche Meisterschaft in vier Wochen“ meinte sie. Tim Hufnagel finishte als Fahrer des jüngeren Jahrgangs bei Sieg von Ian Millennium (Kirchzarten) nach 56:09 Minuten auf Platz 28.

Ergebnisse des XCO- Rennen:

U15w: 1. Lina Riesterer (Kirchzarten) 36:39 Minuten; 3.: Kaya Pfau (TSV Laichingen) 36:46; 5. Alexa Fuchs (TSV Laichingen) 38:19; 10.: Laura Küderle (TSV Böhringen) 39:54; 11. Sina Schäfer (TSV Neckartenzlingen) 40:08

U17w: 1. Franziska Koch (Unna) 48:09 Minuten; 4.: Simone Roßberg (TSV Dettingen) 50:19;

U17m: 1. Ian Millenium (Kirchzarten) 50:21 Minuten; 28: Tim Hufnagel (TSV Dettingen) 56:09; 31.: Marius Schäfer (TSV Neckartenzlingen) 56:21; 42.: David Tristan (TSV Dettingen) 59:21;

U19w: 1. Nina Benz (TSV Laichingen) 37:38 Minuten; 2. Nina Küderle (TSV Böhringen) 41:16