Deutsche Meister Mountainbike gekürt

In Wombach (Lohr) fanden am Wochenende die Deutschen Meisterschaften im olympischen Cross-Country der Mountainbiker statt. Für die Dettinger Biker gab es keine Medaille, trotzdem  kehrten die Biker zufrieden nach Hause zurück.

Luca Girke

Eine den deutschen Meisterschaften würdige Strecke hatten die Verantwortlichen des RV Victoria Wombach in den Sand des Spessarts gezaubert. Anspruchsvolle Steigungen, natürliche fels- und steinübersäte Passagen, Absätze und Sprünge prägten die Strecke, dazu Wurzeln und Stämme, die volle Konzentration der Biker verlangten. Mit ihren Profilreifen zogen sie tiefe Spuren in die vier Kilometer lange und mit bis zu 200 Höhenmetern fordernde Runde und wirbelten viel Staub auf, bis sie nach harten und spannenden Wettkämpfen um jede Platzierung den Zielbogen durchquerten.

Katleen Bock

Bereits am Samstag fanden die Titelkämpfe der jüngeren Sportler ab U15 statt. Nach dem Startloop hatte die Klasse U17 noch drei große Runden zu bewältigen. Simone Roßberg vom TSV Dettingen startete beim Jagdstart aus der ersten Reihe, konnte aber wie die anderen Mädels dem Antritt der späteren Siegerin, Franziska Koch aus Unna, nicht folgen. Später konnten sich zwei weitere Starterinnen der Verfolgergruppe absetzen. Bergauf gelang es Roßberg immer wieder, den Abstand nach vorne zu verringern, sie konnte jedoch in den Abfahrten nicht folgen. Nach einer Rennzeit von 53:22 Minuten überquerte sie auf einem sehr starken vierten Platz die Ziellinie. Ihre männlichen Alterskameraden mussten sich in einem sehr großen Starterfeld mit über 50 Startern durchsetzen, das Rennen ging nach dem Startloop noch über vier Runden. Tim Hufnagel (TSV Dettingen) musste beim Jagdstart mit 50 Sekunden Rückstand ins Rennen gehen. Nach 1:02:46 Stunden wurde er als 31. gewertet.

Anna-Lena Nicolai

In der Klasse U19 standen beim ungefährdeten Sieg von Leonie Daubermann vom TGV Schotten gleich zwei Fahrerinnen des TSV Dettingen am Start. Knapp acht Minuten nach der Siegerin wurde Katleen Bock in 1:10:59 Stunden sechste, gefolgt von einer äußerst zufriedenen Anna-Lena Nicolai  auf Platz sieben. „Ich hätte nicht gedacht, dass es mit der schlechten Vorbereitung und den Abitursprüfungen so gut läuft. Ich hatte keine Atemprobleme und es hat einfach sehr viel Spaß gemacht“ freute sie sich im Ziel, um dann Leonie Daubermann um den Hals zu fallen und ihr zum Gewinn der deutschen Meisterschaft zu gratulieren. Die männlichen Fahrer der Klasse U19 mussten nach dem Startloop fünf harte Runden überstehen. Pirmin Sigel fand sich nach dem Startloop auf Platz 12 wieder. Im Verlauf des Rennens konnte er sich verbessern und kämpfte sich bis auf Platz neun vor. Dann musste er jedoch etwas Tempo rausnehmen, und verlor diese Plätze wieder. So überquerte er als Zwölfter nach 1:10:34 Stunden die Ziellinie.  Vom 26. Startplatz aus ging Luca Girke ins Rennen. Die ersten drei Runden liefen recht gut, und er konnte sich bis auf Platz 16 vorkämpfen. „Ab der vierten Runde lief plötzlich nichts mehr“ meinte er, und fiel noch bis auf Platz 24 zurück.  „Nach der langen und guten Vorbereitung ist mein Ergebnis enttäuschend“ haderte er im Ziel.

Martin Frey wollte eigentlich in seinem letzten U23- Jahr mindestens seinen Vize- Meister vom vergangenen Jahr wiederholen, aufgrund der Erkrankung eines Team- Kollegen im Team Bulls startete er kurzfristig anstatt bei den deutschen Meisterschaften bei der Bike- Transalp, einem der härtesten Rennen in Europa, bei der es in Zweierteam insgesamt 519 Kilometern und fast 18000 Höhenmetern in sieben Etappen zu bewältigen gilt.

 

Ergebnisse:

U17w: 1. Koch, Franziska, 50:29 Minuten; 4. Roßberg, Simone, 53:22;

U17m: Kaiser, Leon Reinhard, 55:38 Minuten; 31. Hufnagel, Tim, 1:02:46

U19w: 1. Daubermann, Leonie; 1:03:14 Stunden; 6. Bock, Katleen, 1:10:59; 7. Nicolai, Anna-Lena, 1:11:28

U19m: 1. List, David, 1:06:45; 12. Sigel, Pirmin, 1:10:34; 24. Girke, Luca, 1:14:39

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Albstadt Marathon: Stanger ganz oben

Ihren 17. Start beim Albstadt- Marathon nutzte Gabi Stanger zum sechsten  Sieg. „Es ist mein Rennen“ stellte sie zufrieden fest.

Quelle: Sportograf

16 Starts, 15 Mal auf dem Podium, dabei fünf Mal ganz oben, so war die Bilanz von Gabi Stanger (Team Centurion Vaude, TSV Dettingen) vor dem Start in Albstadt – Ebingen. Beim beliebten Marathon über 83 km und 2000 Höhenmetern stand die Dettinger Ausnahmeathletin mit 2500 Bikerinnen und Biker am Start. Bedingt durch die Abwesenheit einiger starker Fahrerinnen war von der Papierform her klar, dass sie um den Sieg fahren könnte. So wollte sie von Anfang an auch eine „Duftmarke“ setzen und sich möglichst in einer starken Männergruppe positionieren. Doch schon nach 300m gab es direkt vor ihr einen Massensturz, an dem sie zum Glück ganz knapp vorbeikam. Davon gewarnt, wollte sie gerade die ersten Kilometer schnell hinter mich bringen, um nicht noch weitere Engstellen im Pulk absolvieren zu müssen. Die erste Rennstunde war dann tendenziell zu schnell für Stanger und erst nach der berühmten „Onstmettinger Schanze“ fühlten sich ihre Beine besser an. Nach knapp 25 Kilometern hatte sie bereits drei Minuten Vorsprung rausgefahren und konnte diesen auch sukzessive ausbauen. „Zu keinem Zeitpunkt allerdings konnte ich mich wirklich sicher fühlen, da die Strecke extrem defektanfällig war und auch ich mir einen kleinen Cut im Hinterrad einholte, der allerdings dank Dichtmilch kein Problem darstellte. Bestes Bikewetter, Tausende von Zuschauern am Streckenrand und einen ordentliche Form machten aber wieder einmal diesen Marathon zu einem tollen Erlebnis.“ Nach 3:25 Stunden konnte sie letztlich mit mehr als dreizehn Minuten Vorsprung den ersehnten Sieg genießen, der dann nach einer Dopingkontrolle mit der abendlichen Après-Party inklusive Open-Air Konzert gebührend gefeiert wurde.

Völlig anders erlebte Marcus Nicolai den Marathon. „Es war eines der schlechtesten Rennen meines Lebens“ meinte er frustriert im Ziel. Den Sturz beim Start konnte er noch hinter sich lassen, aber dann verlor er in der Spitzengruppe fahrend zuerst seine Kontaktlinsen, dann klappte in der ersten Feedzone die Flaschenübergabe nicht, er musste stoppen und die Flasche aufnehmen. Da war natürlich der Anschluss zur Spitzengruppe verloren. Wenige Kilometer später ereilte ihn das Pannenpech, er musste stoppen und seinen Reifen füllen, der trotz Dichtmilch nicht dicht hielt. Nach 40 Kilometern musste er erneut stoppen, dieses Mal meldeten sich seine Beine mit starken Krämpfen, und er musste mehrere Minuten am Streckenrand stehen, seine Beine dehnen und dabei zusehen, wie er von vielen Fahrern überholt wurde. Nur kurz dachte er ans Aufgeben, aber er hielt trotz Schmerzen durch. „Ich konnte nur noch mit Standgas an der Grenze zum Krampf fahren“ meinte er enttäuscht. Noch mehrmals musste er stoppen und seinen Reifen wieder aufpumpen, so dass er bis ins Ziel bis auf Platz 95 nach 3:28 Stunden zurück fiel. Einzig positiver Lichtblick aus seiner Sicht war, dass er während des Rennens einige Zeit mit Pierre Bischoff gefahren war und sich mit ihm unterhalten konnte. Pierre Bischoff konnte kurz vor dem Marathon in Albstadt das RAAM gewinnen, das Race Across America, das über fast 5000 Kilometer quer durch Amerika führt und das Pierre Bischoff als erster Deutscher nach neun Tagen als Sieger beenden konnte.

 

Ergebnisse:

1. Stanger Gabi                   1968 Dettingen                 Team Centurion Vaude             3:25.08,3          2. Stampf Sabine                  1980 Freiburg                  tomotion racing by black tusk    3:38.48,0         3. Huber Verena                   1994 Bad Peterstal-Griesbach                                    3:38.54,2         4. Spröder Kathrin                1988 Winterlingen              EXPOLINE – radhaus winterlinge   3:40.45,5

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Jakob Stanger auf Platz vier

Zum dritten Mal veranstaltete der Leonberger Ortsteil Warmbronn ein Monuntainbike- Rennen. Mit dabei auch einige Starter der Region. Da das Rennen zu keiner Serienwertung gehört, waren die Starterfelder kleiner als bei den Rennen des Alb-Gold Juniors-Cup, zudem fand zeitgleich ein Rennen des LBS-Juniors-Cup in Mosbach statt.

Jakob Stanger mit Blick nach vorn

Jakob Stanger vom TSV Dettingen startete in der Klasse U15 auf der technisch anspruchsvollen Strecke. Schon kurz nach halb zehn am Start stehend verlief das Rennen bei noch erträglichen Temperaturen, aber trotzdem heiß. Bereits in der ersten Runde konnten sich zwei Fahrer entscheidend vom Feld absetzen, Stanger war zunächst auf Platz drei unterwegs. In der dritten von vier Runden zog Florian Seybold vom SV Reudern an Stanger vorbei, und sicherte sich den dritten Platz. Beim Sieg von Luis Krauss vom SV Reudern überquerte Jakob Stanger nach 32:01 Minuten zufrieden als Schnellster des jüngeren Jahrgangs auf Platz vier die Ziellinie. Die Sportler der Klassen U17 und U19 bereiteten sich mit einem Trainingsrennen in Dettingen auf die Herausforderung des kommenden Wochenende vor. Für die Sportler gilt es nun, sich möglichst schnell zu regenerieren und fit zu den Deutschen Meisterschaften nach Wombach (Lohr) am Main am Wochenende vom 16. auf den 17. Juli anzureisen.

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Simone Roßberg ganz oben

Den Sprung aufs oberste Podest schaffte Simone Roßberg bei den Baden- Württembergischen Meisterschaften der Mountainbiker in Obermünstertal.

Souverän holte sie sich den Titel der Landesmeisterschaft.

Nicht nur die Anreise in den südlichen Schwarzwald nach Obermünstertal, vorbei an den höchsten Gipfeln des Schwarzwalds, hat es auf steilen und engen Straßen in sich. Auch das, was die Macher aus Obermünstertal in den letzten Wochen gearbeitet hatten, konnte sich sehen lassen. Neue Hügel im Bereich des Sportplatzes, die technisch anspruchsvolle Abfahrt komplett neu in den Hang gelegt, und alles auch für die Zuschauer kompakt und interessant gestaltet, so präsentierte sich die Strecke am Wochenende den Sportlerinnen und Sportler aus ganz Baden- Württemberg. Simone Roßberg vom TSV Dettingen (U17, bike Juniors Team powered by Bulls) startete über 2 Runden mit jeweils 4,5 Kilometer und 150 Höhenmetern. Schon kurz nach dem Start konnte sie sich vom Feld absetzen. „Ich konnte gut meinen eigenen Rhythmus fahren“ beschrieb sie ihr Rennen. Hauptgegner waren dann vor allem die eine Minute früher gestarteten Mädchen der Klasse U19, von denen sie viele im Laufe des Rennens überholte. Nach einer Renndauer von 26:49 Minuten war sie mit über zwei Minuten Vorsprung auf Caroline Seybold (SV Reudern) als Erste im Ziel. „Es hat super Spaß gemacht!“ meinte sie nach dem Rennen zufrieden und glücklich.

David Tristan (U17) erreichte in seinem Rennen unter 35 Startern den guten 25. Platz. Katleen Bock startete in der Klasse U19 und wurde nach 43:13 Minuten mit etwas mehr als fünf Minuten Rückstand auf Platz fünf gewertet.

Paulina Spindler erreichte in der Klasse U15 den 17. Platz. Nächster Höhepunkt für die Mountainbiker wird die Deutsche Meisterschaft in Wombach am Main am Wochenende vom 16./17. Juli sein.

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